
01 Ämmebrogg
02 Beobachte(t)
03 Chom, mer lönds loh blibe
04 Yvonne
05 Du wersch mech verloh
06 Carpe Diem
07 Promi
08 Hin und her
09 Papi
10 Hatsdieda
11 Schneegestöber
12 Revolution
13 Usgangstier
14 Viva Espagna

01 Du wersch mech verloh (M.Leherbauer)
02 Promi (M.Leherbauer / M.Christen)
03 Usm Lavabo (M.Leherbauer / D.Bokel)
04 Säg Mer Nüt (M.Leherbauer / M.Christen)
05 Yvonne (B.Portmann)
06 Baum & Specht (M.Leherbauer)
Liedbrauen
Beim Liedbrauen werden die Zutaten Text, Musik und Rhythmus miteinander vermischt und teilweise durch Komik biochemisch verändert. Nachdem aus Wörtern ein Text hergestellt wurde, wird dieser geschrotet. Der eigentliche Brauprozess beginnt mit dem Proben. Dabei wird die Musik auf etwa 60 °C erwärmt, dann der Text hinzugefügt und die so entstandene Mischung unter ständigem Rühren, je nach Verfahren, bis auf etwa 75 °C erhitzt. Bei verschiedenen Probe-Temperaturen setzen Enzyme Stärke aus dem Text in Strophen um. Beim Proben wird anschließend festgestellt, ob die gelöste Stärke vollständig gepfeffert ist. Daraufhin wird der Song im Läuterbottich geläutert und die Würze bestimmt. Durch Nachgüsse mit frischen Wörtern wird die Würze verfeinert und anschließend in der Kochpfanne wahlweise mit Poesie oder Sarkasmus optimiert. Den folgenden Vorgang nennt der Brauer «Ausschlagen»: Der Sud wird aus der Würzepfanne in einen Whirlpool oder durch einen Filter gepumpt, um das geronnene Liedgut vom Urtext zu trennen. Zuletzt wird das Lied in einem Kühler auf die optimale Gärtemperatur abgekühlt und, je nach Liedsorte, die passende Hefekultur zugesetzt.
In unendlich langen Rauchpausen wird über das so gewonnene Liedgut diskutiert und Einwände von Brauerkollegen gekonnt ignoriert und überhört.
Nach der Hauptgärung, die etwa eine Woche dauert, muss das Junglied etwa vier bis sechs Wochen nachgären und lagern. Das gereifte Lied wird in der Regel nochmals gefiltert und schließlich in MP3 oder CDs abgefüllt.

